
In einer Mediation versuchen zwei oder mehr Personen mithilfe eines Mediators oder einer Mediatorin einen Konflikt zu bewältigen. Das Ziel ist ein Win-Win-Ergebnis. Die Idee dahinter: Die Konfliktparteien (Mediand*innen) arbeiten eigenverantwortlich an einer Lösung. Der Mediator oder die Mediatorin leitet den Prozess.
Egal ob es um Trennung geht, Streit in der Nachbarschaft, Erbschaften oder Herausforderungen in einem Team: Mediation wird seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.
Grundlagen
- Freiwilligkeit: Die Mediand*innen nehmen aus freien Stücken an der Mediation teil.
- Eigenverantwortlichkeit: Die Mediand*innen sprechen für sich und ihre Bedürfnisse und Interessen. Der Mediator bzw. die Mediatorin gibt keine Lösungen vor.
- Vertraulichkeit: Was in einer Mediation besprochen wird, bleibt geheim (außer, es wird am Ende etwas anderes vereinbart). Auch der Mediator bzw. die Mediatorin darf diese Vertraulichkeit nicht brechen, er/sie darf auch vor Gericht nicht dazu befragt werden.
- Allparteilichkeit: Der Mediator bzw. die Mediatorin arbeitet für alle Mediand*innen gleichermaßen.
Wie Mediation funktioniert
Streitereien eskalieren schnell – oft sehen Menschen in ihrem Ex-Partner, ihrer Nachbarin oder ihrer Kollegin nur noch einen Gegner. In einer Mediation werden solche Konflikte deeskaliert, weil die Mediand*innen mit Unterstützung der Mediatorin oder des Mediators in einem geordneten Verfahren ihre wirklichen Interessen äußern – und nicht nur die Positionen, auf die sie sich im Laufe der Zeit versteift haben.
Das Verfahren ist dafür in fünf Phasen aufgeteilt:
- Vereinbarung der Rahmenbedingungen für die Mediation
- Themensammlung
- Klärung der Interessen
- Lösungsfindung
- Vereinbarung
Es empfiehlt sich, ca. ein halbes Jahr nach einer Mediation eine weitere Sitzung abzuhalten, um die getroffene Vereinbarung zu evaluieren und falls nötig abzuändern.
